| Aktuell Europäischer Abend in Berlin Am 09.06.2010 fand in Berlin ein europäischer Abend statt, der vom dbb, der Vertretung der europäischen Kommisson in Deutschland sowie von der Europa-Union Deutschland organsiert wurde. Ein sehr interessanter Abend. Neben der offiziellen Rede des Staatssekretärs Brauksiepe lieferten die Gäste der Podiumsdiskussion Wortbeiträge ab, die zwangsläufig auch gegensätzliche Meinungen enthielten. Zwar war man bemüht, die parteipolitischen Standpunkte zugunsten Europas hintenanzustellen, aber das gelang nicht immer. Auch im Auditorium waren interessante Gäste – u. a. bemängelte ein älterer wortgewaltiger Zuhörer, dass man, seitdem Bulgarien in der EU sei, nicht mehr in Berlin Bulgaristik studieren könne. Er beherrsche die Sprache zwar, jedoch sei dies generell ein falsches Signal. Ebenfalls äußerte sich eine Vertreterin der bulgarischen Botschaft, die sich ebenfalls unter den Zuhörern befand. Freudestrahlend artikulierte sie ihren Dank über die Öffnung der Grenzen.Ihr Land habe tausende von Handwerkern und Dipl-Ing., die nur auf den 01.05.2011 warten würden, um endlich hier ihre Arbeitskraft anbieten zu können. Sie erklärte, ihr Land sei im Gegensatz zu Deutschland schon immer offen gewesen und es werde auch weiterhin offen bleiben. Dies blieb interessanterweise unkommentiert. Auch wurde erwähnt, dass das auch in anderer Richtung funktioniere: Es können daher auch Unternehmen Auszubildende aus dem Ausland anwerben. Es gäbe ja immer noch Ausbildungsstellen, die wegen fehlender Qualifikation der Bewerber nicht entsprechend besetzt werden könnten. Der Arbeitsmarkt wird sich also zwangsläufig ändern. Wie sich diese einschneidende Änderung mit den sonstigen berufständischen Veränderungen auf uns auswirken, bleibt abzuwarten. Den offiziellen Bericht kann man unter http://www.dbb.de/dbb-beamtenbund-2006/3146_4295.php lesen.
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