| Aktuell Gespräch mit Justizminister Gerhards Am 23. Januar 2003 hatte der Vorstand des DGVB-Landesverbandes NRW die Gelegenheit, mit unserem neuen Justizminister, Herrn Gerhards, ein Gespräch über beinahe 1 ½ Stunden zu führen. Nach einem kurzen Einleitungsgespräch über das tragische Ableben unseres Kollegen Paul Spürk, in dem der Minister seine Betroffenheit über dieses Ereignis schilderte, kam man sehr schnell "zur Sache". Kernthema war naturgemäß die zukünftige Bürokostenentschädigung. JM Gerhards machte uns in aller Deutlichkeit klar, dass er hinter dem letzten Vorschlag der Arbeitsgruppe Bürokostenentschädigung stehe und dass er keine Chance sehe, diesen Vorschlag im Grundsatz noch zu verändern. Er habe auch nicht den Beschluss der JUMIKO vom 14.11.02 gebilligt, da mit diesem nicht zu erfüllende Erwartungen bei den Gerichtsvollziehern geweckt worden seien, wie der entgegengesetzte Beschluss der Finanzminister vom 05.12.02 eindeutig nachgewiesen hat. Der Landesverbandsvorstand hat sodann alle Punkte, die auch der Bundesvorstand in seinem "10-Punkte-Papier" aufgelistet hatte, in die Diskussion eingebracht. JM Gerhards erklärte zwar teilweise sein Verständnis für unsere Anliegen, machte jedoch erneut unmissverständlich deutlich, dass er keine Forderung unterstützen werde, die bei den Finanzministern nicht durchsetzbar ist. JM Gerhards legte
Zahlenbeispiele vor, die aus seiner Sicht nachweisen, dass eine Neuregelung
der Bürokostenentschädigung im Sinne des Vorschlags der Arbeitsgruppe
für die Gerichtsvollzieher kaum zu Nachteilen, sondern überwiegend
zu Vorteilen führe, insbesondere natürlich bei Nachweisung
von Personalkosten. Der Landesverbandsvorstand
hat weiterhin eindringlich darauf hingewiesen, dass die Arbeitszeitregelung
im öffentlichen Dienst ja wohl auch für die Gerichtsvollzieher
Gültigkeit habe. Hierzu meinte JM Gerhards, dass er Leistungsanreizen
für eine Mehrarbeit grundsätzlich positiv gegenüber stehe,
dass diese aber nicht Inhalt einer als Aufwandsentschädigung deklarierten
Bürokostenentschädigung sein dürfen. JM Gerhards erklärte
weiter, nunmehr müsse erst abgewartet werden, wie die Arbeitsgruppe
Bürokostenentschädigung weiter verfahren werde und welche
Empfehlung sie für die nächste JUMIKO ausarbeiten wird. Er
meinte aber, dass eine Abänderung des bisherigen Vorschlags der
Arbeitsgruppe nicht mehr oder nur in einigen kleinen Nuancen erfolgen
wird. Wir haben gegenüber JM Gerhards deutlich gemacht, dass wir alles andere als zufrieden sind mit der Entwicklung zur Frage der Bürokostenentschädigung der GV.
Zur Thematik der
Ausbildung der GV gab JM Gerhards keine Äußerungen ab, da
er sich mit dieser Problematik noch nicht habe beschäftigen können.
Kollege Hesterberg versuchte dem Minister begreiflich zu machen, daß
eine Übernahme von Justizfachangestellten im Deutschen Gerichtsvollzieherbund
keine Zustimmung finde. Insbesondere bei Übernahme weiterer Aufgaben
sei dringend eine bessere Ausbildung der GV erforderlich. Insofern favorisiere
der DGVB das sog.
Auch bei Finanzminister Dieckmann hat der Landesverbandsvorstand um einen Gesprächstermin nachgesucht. Diesem Wunsche kann der FM aufgrund seiner terminlichen Verpflichtungen in der nächsten Zeit nicht nachkommen. Damit die uns am Herzen liegenden Themen "nicht so lange undiskutiert bleiben", wurden wir auf die Fachebene verwiesen. Hesterberg Gietmann Hüermann |